Betriebskosten - Trinkwasser


Position 4 - Die Betriebskosten Trinkwasser



Gemäß der Betriebskostenverordnung sind in den Betriebskosten der Wasserversorgung, also Trinkwasser, nur die Betriebskosten ansetzbar, welche nicht bereits bei der Betriebskostenposition des Warmwassers umgelegt wurden.


Insbesondere gehören folgende Kosten zu den Betriebskosten Trinkwasser:


Grundgebühren und Wasserverbrauch

Diese Kosten werden von den Versorgungsunternehmen, wie zum Beispiel dem Trinkwasserzweckverband abgerechnet. Hierzu gehören die Kosten für den Wasserverbrauch an sich jedoch zusätzlich auch die Grundgebühren für den Hauptzähler. Wasserzähler müssen alle 5 Jahre geeicht oder durch neue Modelle ersetzt werden.

 

Kauft der Vermieter diese Zähler selbst, so bleibt er auf diesen Kosten sitzen da diese nicht Umlagefähig in den Betriebskosten sind. Der Trend geht daher in Richtung Zählermiete. Die Miete für die Wasserzähler bei einem externen Betriebskostenabrechnungsdienst ist nämlich wiederum Umlagefähig.

 

Es besteht ebenso die Möglichkeit, Wasserzähler zu installieren, welche nur das Wasser für den Außenbereich zählen. In dieser Konstellation ist das Trinkwasser für den Außenbereich günstiger im Einkauf. Diese Wasserzähler werden von den Versorgungsunternehmen kontrolliert und müssen ebenfalls alle 5 Jahre geeicht oder getauscht werden.

 

In dieser Betriebskostenposition ist also zusammengefasst, auch die Kosten für die Bewässerung der Außenanlagen bereits enthalten.

 

Wasserzähler

In diesen Betriebskosten ist die Anmietung oder sonstige Beschaffung (außer Kauf des Vermieters, da nicht Umlagefähig) enthalten. Ebenso kann diese Position der Betriebskosten die Kosten für die Eichung, der Berechnung sowie der Aufteilung enthalten. Es sind allesamt umlagefähige Kosten in der Abrechnung der Betriebskosten.


Nach einem Urteil des LG Berlin, 2007 – 67 S 239/06; GE 2007, 1123, ist der Ausstausch des Wasserzählers inkl. Ein- und Ausbau nur umlegbar, wenn dieses Günstiger ist als den besagten Wasserzähler nachzueichen.


Meistens übernimmt der externe Abrechnungsdienst die Aufteilung der Betriebskosten, bei welchen die Zähler angemietet wurden. In der Regel liest selbiger auch die Heizkosten ab. Jedoch kann auch der Vermieter selbst die Werte ablesen und nach Verbrauch in der Abrechnung der Betriebskosten verteilen.


Wichtig ist nur, dass wenn der Vermieter nach Wohnfläche und nicht nach Verbrauch die Betriebskosten abrechnet, der Mieter 15% der Betriebskostenposition Trinkwasser kürzen darf.


Betriebskosten - Onlinerechner Trinkwasser:

Mit diesem Onlinerechner für die Position der Betriebskosten Trinkwasser können Sie Ihren Anteil nach dem Umlageschlüssel Wohnfläche sowie dem Umlageschlüssel Verbrauch errechnen. Die Werte in Klammern dienen zur Ermittlung des Verbrauches. Diese müssen nicht eingegeben werden. Der Betriebskosten- Onlinerechner wählt dann automatisch die Umlage nach Wohnfläche und zieht gem. der Heizkostenverordnung 15% Ihres Anteils ab.

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Wassermengenregler

In diesen Betriebskosten sind die Kosten für die Wartung des Wassermengenreglers gemeint. Unter anderem werden diese auch Durchlaufbegrenzer genannt. Deren Aufgabe ist es, den Wasserverbrauch and Bad- oder Sonstigen Amaturen zu reduzieren. Hierduch ist es Möglich, den Wasserdurchlauf unabhängig des vorherrschenden Wasserdruck auf einen bestimmten Wert zu reduzieren.


Verteilung der Betriebskosten Trinkwasser

Die Betriebskosten Trinkwasser sollten in der Regel über den Trinkwasserverbrauch verteilt werden. Daher wird der Kaltwasserverbrauch über einen oder mehrere Kaltwasserzähler (KWZ) im Keller oder in der Wohnung erfasst. Abhängig von den jeweiligen LBO's (Landesbauordnungen) ist die Installation von KWZ bei Neubauten vorgeschrieben.

 

Derzeit gibt es noch keine Regelung oder Verpflichtung zur nachträglichen Installation von KWZ in Bestandsgebäuden. Wenn in den Wohnungen KWZ des Versorgungsunternehmens eingebaut sind, so darf der Vermieter gemäß dem Urteil des BGH, 2008 – VIII ZR 75/07, in unveränderter Höhe umlegen.

 

Wenn KWZ teilweise oder vollständig fehlen sowie in jedem Zweifelsfalls und auch wenn nichts anderes vereinbart ist, so können die Betriebskosten Trinkwasser auch nach Wohnfläche umgelegt und abgerechnet werden. Dies entschied der BGH mit den Urteilen: 2008 – VIII ZR 188/0;  GE 2008, 661; MDR 2008, 735; WuM 2008, 288.

 

Jedoch darf die Mieter bei verbrauchsunabhänger Abrechnung der Trinkwasserkosten, also bei der Umlage nach Wohnfläche, 15% seines Betriebskostenanteils kürzen.


Betriebskosten- Formel Trinkwasser Wohnfläche

Betriebskosten Trinkwasser Berechnungsformel

 


Mit dieser Formel können Sie zum Beispiel die Betriebskostenposition Trinkwasser nach Wohnfläche berechnen und in der Abrechnung Ihrer Betriebskosten umlegen. Die angezeigten Werte in Euro, dienen als Beispiel und haben keinerlei Bezug. Achten Sie darauf, dass bei dieser Formel die 15%, welche der Mieter bei Umlage der Betriebskosten Trinkwasser nach Wohnfläche, bereits abgezogen sind. Dieses ist durch die Multiplikation mit dem Faktor 0,85 geschehen. (100%-15%=85%).


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